Diagnoseschwierigkeit der Fibromyalgie

Das Wort Fibromyalgie ist weitgehend unbekannt, aber trotzdem ist es eine Krankheit, die nicht selten in der Bevölkerung vorkommt. Besonders oft betroffen sind Frauen im mittleren Alter und eher selten sind es Männer oder Kinder, die an der Krankheit leiden. Das chronische Leiden ist außerdem noch sehr unbekannt und unerforscht. Weder können Experte und Wissenschaftler sagen, wo die Krankheit herkommt, noch was dagegen hilft.




Es gibt zwar viele Tipps für die Linderung, aber eine Heilmethode hat man noch nicht entwickelt. Viele Menschen leiden schon lange daran und erst relativ spät wird eine Diagnose gefällt. Deshalb ist es wichtig, sich selbst über die Symptome zu informieren und vielleicht sogar eine anfängliche Selbstdiagnose zu machen.

Noch sehr unerforscht

Wieso eine Diagnose erst sehr spät gestellt wird, liegt vor allem an der noch nicht weitgeschrittenen Forschung im Bezug auf die Krankheit. Viele ärzte sind selbst noch nicht wirklich damit vertraut und kennen den Verlauf nur spärlich. Trotzdem sollte man bei Auffälligkeiten oder dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer Symptome natürlich sofort den Haus- oder Facharzt aufsuchen. Außerdem ist es fast nicht möglich nur durch Labor- oder Röntgenbefunde eine Diagnose zu stellen. Viel wichtiger für ein Erkennen ist eine genaue Untersuchung der Vorgeschichte. Also wie es zu den einzelnen Symptomen gekommen ist oder wann sie aufgetaucht sind. Damit hängt ebenfalls eine Untersuchung der Psyche zusammen. Oft ist die Krankheit beim Ausbrechen noch recht mild und Patienten verspüren nur anhaltende Müdigkeit oder Unwohlsein. Erst nach und nach bricht die Krankheit stärker aus.

Symptome für Diagnose

Die Aufzählung der oft zusammen auftretenden Symptome ist sehr lang. Den Erkrankten schmerzt generell der ganze Körper, was vor allem in Bereichen der Muskulatur verstreckt auftritt, sie sind ständig müde, können sich schlecht konzentrieren oder tun sich beim Luftholen schwer. Genauso gut sind die Betroffenen auch sehr druckempfindlich, leiden am Morgen unter Steifigkeit, sind wetterfühlig oder bekommen Schwellungen am ganzen Körper. Sie sind außerdem nicht sehr unternehmungslustig und wenig motivier für Reisen oder unter Menschen zu gehen. Es handelt sich um Symptome, die auch bei vielen anderen Krankheiten Begleiterscheinungen sind. Im Idealfall sollten zunächst andere Krankheiten ausgeschlossen werden um keine Falschdiagnose im Bezug auf Fibromyalige zu stellen. Beschwerden wie die vorhin aufgezählten finden sich beispielswiese auch bei Gelenkserkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, Schilddrüsenunterfunktionen oder diversen Virusinfektionen. Hier ist eine große Verwechslungsgefahr gegeben. Da das ganze oft auch psychische Ursachen hat, ist genauso gut die Depression zu nennen.

American College of Rheumatology

In Fachkreisen ist man sich über die Diagnoseschwierigkeiten im Klaren. Aus diesem Grund wurden zu Beginn der 1990er Jahre vom American College of Rheumatology bestimmte Kriterien angeführt, die bei einer Identifizierung helfen können. Ausschlaggebend ist hier vor allem die Dauer und Intensität der jeweiligen Krankheiten: Schmerzt der Bewegungsapparat, muss dies zumindest drei Monate der Fall sein. Genauso genügt es nicht, wenn nur einige Tenerpoints beim Drucken schmerzen, es müssen mindestens elf der insgesamt 18 sein.